Dünnschlifftechnik

Technische Dünnschliffe ermöglichen eine Begutachtung von Proben auch im Durchlicht bzw. bei einer Kombination von Durchlicht sowie Auflicht.
Dazu werden nichtmetallische Materialien auf einem Glasträger aufgebracht und bis zu geringen Restprobenstärken von weniger als 100µm geschliffen und poliert, so dass die Proben transparent werden. Diese Methode bietet zusätzliche Informationen, die über den klassichen Anschliff nicht zugänglich sind.

 

Abb. 1: Dünnschliff

 

Besonders interessant ist diese Untersuchungsmethode z.B.  für Polymere (Klebungen, Schweißungen, Füllung,... ) und Verbundwerkstoffe (Faser-Matrix).

Zusätzliche Informationen gegenüber der klassischen Anschlifftechnik im Auflicht sind z.B.:

• Faserorientierung in der Matrix in mehreren Lagen
• Bindefehlern oder Einschlüssen
• Fließlinien in Spritzgussteilen
• inneren Spannungen

nachfolgend finden Sie einige Beispiel für Dünnschliffe:

   
Abb. 2: Glasfaser gefüllter Spritzguss zur Visualisierung der Faserorientierung Abb. 3: Metall-Faser-Verbund
   
Abb. 4: Schweißung zweier Polymere Abb. 5: Bildausschnitt links unter polarisiertem Licht zum Visualsieren von inneren Spannungen